Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld
Programmhinweise zum 5. Tag der Archive am 5. März 2010
Infos zur Familienforschung im Stadtarchiv Bielefeld

Freitag, 5. März, 10 bis 21 Uhr
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld, Rohrteichstr. 19

"Dem Verborgenen auf der Spur" lautet das Motto des bundesweiten Tages der Archive, an dem sich das Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld am Freitag, 5. März 2010, 10 bis 21 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm beteiligt. Schwerpunkt der Veranstaltungen in der Rohrteichstraße 19 (Anker-Gebäude) ist der Weg zum „Verborgenen”: Wie finde ich die benötigten Informationen, wie komme ich dem Verborgenen auf die Spur, wie finde ich familiäre Wurzeln?

Programm
11.00 Uhr: Archivführung
12.00 Uhr: Vortrag „Die Landesgeschichtliche Bibliothek”
14.00 Uhr: Film „Die Lutter”
15.00 bis 17.00 Uhr: Projekt „Firmenbriefköpfe”
18.00 Uhr: Vortrag „Familienforschung für Einsteiger”
18.30 Uhr: Film „Die Lutter”
19.00 Uhr: Vortrag „Archivalienbergung in Köln”
19.30 Uhr: Archivführung

Ergänzend ist die Wechselausstellung „Theatrum Europæum – Bildwelten der Frühen Neuzeit” zu sehen, werden Publikationen angeboten, wird ein Bücherflohmarkt veranstaltet, werden Bücher ausgeliehen, ein Lesesaal-Café geöffnet sein und eine Archivrallye permanent gestartet – das Verborgene wartet darauf, durch Sie entdeckt zu werden.

» Hinweis
Der reguläre Lesesaalbetrieb mit Archivalienvorlagen und -auswertungen ist am Freitag, 5. März 2010, wegen des „Tages der Archive” nicht möglich.

Infos zur Familienforschung im Stadtarchiv Bielefeld Infos zur Familienforschung im Stadtarchiv BielefeldDer Musterschützengraben auf der Ochsenheide, Zeichnung des Kurt Krüger, 1915; Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,11/Graphische Sammlung, Nr. 272

Das Stadtarchiv Bielefeld übernimmt aus der Stadtverwaltung regelmäßig Unterlagen, die für die Familienforschung von Interesse sind. Vor allem für die Zeit ab etwa 1870 ist eine dichte Überlieferung vorhanden, die den Einstieg in die Genealogie ermöglicht, allerdings bis etwa 1930 überwiegend in Deutscher Schrift („Sütterlin“) geschrieben ist. Diese Unterlagen sind in großen Teilen ohne weitere Beschränkungen einsehbar, für einige gelten jedoch Schutzfristen, die nur für wissenschaftliche Forschungsvorhaben verkürzt werden können.

Musterschützengraben „Dem Verborgen auf der Spur“ – Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums Bielefeld berichten über das Projekt „Der Musterschützengraben auf der Ochsenheide 1915“

Für die Kooperationsausstellung „Der Krieg auf der Bildpostkarte – Unbeachtete Bildquellen aus dem großen Krieg“ im Bauernhausmuseum Bielefeld (14.2. – 11.4.2010) ist ein heute bizarr anmutender Bielefelder Aspekt zusätzlich erforscht worden, der einen Blick auf die „Heimatfront“ wirft. Im Rahmen der Ausstellungsvorbereitungen war im Stadtarchiv Bielefeld eine Zeichnung von Kurt Krüger (1899-1992), festgestellt worden, der 1915 den Realzweig des Ratsgymnasiums besucht hatte. Die Skizze stellte den Ende Juni 1915 der Öffentlichkeit vorgestellten Modell-Schützengraben dar, den ein in Bielefeld stationiertes Infanterie-Regiment auf der Ochsenheide – vis-à-vis des heutigen Bauernhaus-Museums – angelegt hatte, um der Bevölkerung die damals aktuelle Kriegstechnik zu demonstrieren. Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums erforschten gemeinsam mit ihrer Direktorin Gisela von Alven und Stadtarchivleiter Dr. Jochen Rath die Geschichte, den Hintergrund und die Wirkung des Musterschützengrabens, rekonstruierten die Biographie von Kurt Krüger, der 1917/18 selbst Soldat war, und beschrieben abschließend ihre Eindrücke.